Bild: Visualisierung des neuen Kreuzlinger Stadthauses
Das vorliegende Projekt erfüllt zentrale Anforderungen: Es setzt auf die Weiterentwicklung bestehender Standorte, verbessert die Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltung und behebt erkennbare bauliche Defizite bei Platz, Energieeffizienz und Hindernisfreiheit. Gleichzeitig bietet es die Chance, das Stadtzentrum gezielt aufzuwerten.
Dennoch ist die Vorlage kein unkritischer Entscheid. Mit Investitionskosten von rund 50 Millionen Franken handelt es sich um ein finanziell anspruchsvolles Projekt, das den Handlungsspielraum der Stadt in den kommenden Jahren spürbar beeinflussen wird. Innerhalb der GLP werden insbesondere die Kosten im Zusammenhang mit dem Haus Sallmann und dem Ausbau der Scheune kritisch hinterfragt. Hier stellt sich aus Sicht der GLP die Frage, ob Kosten und Nutzen in einem angemessenen Verhältnis stehen.
Trotz dieser Vorbehalte spricht sich die GLP für ein Ja aus. Ein Nein würde kaum zu einer besseren Lösung führen, sondern in erster Linie neue Verzögerungen, Unsicherheiten und zusätzliche Planungskosten verursachen. Nach langen Vorarbeiten ist ein Entscheid notwendig.
Die GLP unterstützt die Vorlage, wird die Umsetzung aber aufmerksam begleiten. Entscheidend ist, dass die Kosten im Griff bleiben, die Bevölkerung offen informiert wird und mit Steuergeldern sorgfältig umgegangen wird. Kreuzlingen braucht ein funktionales Stadthaus – aber eines, das finanziell verantwortbar bleibt.
GLP Ortsgruppe Kreuzlingen
04.05.2026